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Aktuelles

Freiwillige Renten-Beiträge für Schulzeiten

Früher in Rente, weil man zur Schule gegangen ist?

Der Bundesverband der Rentenberater informiert über eine wichtige Regelung für junge Erwachsene.

Freiwillige Beiträge für Schulzeiten: Wir erklären, wie es geht und wen es betrifft.

Schul-, Fach- und Hochschulzeiten sind ab dem 17. Lebensjahr grundsätzlich Anrechnungszeiten für die Rente. Hier zahlt man zwar keine Beiträge, die Zeiten werden aber trotzdem bei der Rente berücksichtigt.

Was aber die Wenigsten wissen: Auch für Schulzeiten vor dem 17. Lebensjahr kann man Beitragszeiten erwerben, indem man freiwillige Beiträge zahlt.

Als Schüler Rentenbeiträge zahlen? Wozu das denn?

Solche Beitragszeiten kann man sehr gut gebrauchen, wenn man z.B. später vorzeitig in Rente gehen möchte. Die Rente erhöht sich ebenfalls. Außerdem: Man muss diese freiwilligen Beiträge natürlich nicht schon als Schüler vom Taschengeld „kaufen“.

Wichtiger Stichtag: 45. Geburtstag!

Die Möglichkeit, für bestimmte Schulzeiten freiwillig Rentenbeiträge nachzuzahlen, hat man bis zum 45. Lebensjahr.

Wer zwischen dem 16. und 17. Lebensjahr zur Schule gegangen ist, könnte schon mal für diese zwölf Monate Rentenbeiträge nachzahlen. Auf diese Weise erhöht sich die spätere Rente und man kann ggf. früher in Rente gehen.

Die Kosten sind überschaubar: Bei einem Mindestbeitrag von monatlich 83,70 Euro ließe sich für rund 1.000,00 Euro ein komplettes Beitragsjahr sichern. Der monatliche Höchstbeitrag liegt (für das Jahr 2021) bei 1.320,60 Euro.

Von der Regelung wissen die Wenigsten!

Nachzahlen kann außerdem, wer besonders lange zur Schule oder zur Uni gegangen ist. Allerdings müssen diese Schulzeiten dann insgesamt länger als acht Jahre gewesen sein. Denn maximal acht Jahre werden nach dem 17. Lebensjahr ohnehin als Anrechnungszeiten berücksichtigt.

Wem nützt die Nachzahlung?

Wer vorzeitig in Rente gehen möchte, muss dafür bestimmte Wartezeiten erfüllen. Damit diese Zeiten zusammenkommen, können unter bestimmten Voraussetzungen auch Monate mitgezählt werden, in denen freiwillig Beiträge - u.a. für Schulzeiten - gezahlt wurden.

So muss man z.B. eine Wartezeit von 45 Jahren erfüllt haben, um ohne Abschläge früher in Rente zu gehen - das wäre die Altersrente für besonders langjährig Versicherte.

35 Jahre mit Beitrags- oder vergleichbaren Zeiten benötigt man, damit man mit Abschlägen früher in Rente gehen kann. Hier können freiwillige Beiträge helfen die Wartezeit überhaupt zu erreichen.

Ein weiteres Beispiel: Um überhaupt einen Rentenanspruch zu erwerben, benötigt man nur 5 Beitragsjahre. Auch hier können freiwillige Beiträge dazu beitragen, diesen Anspruch überhaupt erst zu erwerben.

In allen Fällen können oft schon wenige Beitragsmonate entscheidend dafür sein, ob ein Anspruch besteht oder nicht.

Wichtig ist allerdings, dass der Antrag auf die Zahlung für Schulzeiten auf jeden Fall vor dem 45. Geburtstag gestellt wird, danach ist diese Art der Zahlung nicht mehr möglich.

Beratung dringend empfohlen!

Freiwillige Beiträge sind nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich und sinnvoll. Um sicherzustellen, dass die freiwilligen Zahlungen auch tatsächlich ihren Zweck erfüllen, nämlich einen Rentenanspruch zu erwerben oder die spätere Rente zu erhöhen, sollten sich Versicherte unbedingt beraten lassen.

Q: PM Bundesverband der Rentenberater e.V. vom 23.03.2021

Wichtig: Jetzt noch bis 31. März 2021 freiwillig Rentenbeiträge nachzahlen!

Wer nicht pflichtversichert ist, kann jetzt noch freiwillig Rentenbeiträge für 2020 nachzahlen. Und dafür gibt es viele gute Gründe.


- früher (abschlagsfrei) in Rente gehen
- eine höhere Rente bekommen
- oder überhaupt erst einen Rentenanspruch erwerben, z.B. in Zusammenhang mit Kindererziehungszeiten oder als Selbstständige

Wichtig: Die Frist für 2020 endet am 31. März 2021

Beiträge können bis dahin für das komplette Jahr 2020 eingezahlt werden. Am 31. März 2021 sollte das Geld also entweder bei der Deutschen Rentenversicherung gutgeschrieben oder zumindest ein formloser Antrag gestellt sein. Dadurch wird die Frist ausgesetzt und die Zahlung ist auch noch später möglich.

Die Höhe der Einzahlungen ist frei wählbar: Der monatliche Mindestbeitrag liegt für 2020 bei 83,70 Euro, der Höchstbeitrag ist leicht gestiegen auf monatlich 1.283,40 Euro.

Wem nützt diese Regelung?

Eltern (Rente für Erziehungszeiten, die sogenannte Mütterrente)

„Besonders für Eltern, die im letzten Jahr nicht rentenversichert waren, kann es sinnvoll sein, prüfen zu lassen, wie sich freiwillige Beiträge konkret auswirken.“, erklärt Anke Voss, die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater e.V.

Um überhaupt eine Altersrente zu erhalten, benötigt man mindestens fünf Beitragsjahre. Seit dem 1. Januar 2019 bekommen Eltern für ihre vor 1992 geborenen Kinder 2,5 Beitragsjahre für die Erziehungszeiten angerechnet. Bei Kindern, die nach 1991 geboren wurden, sind es sogar 3 Beitragsjahre. Das bedeutet: Mit zwei Kindern wäre ein Anspruch auf Altersrente schon mal grundsätzlich gesichert.

Aber auch wer nur ein Kind hat und nur wenige oder keine Rentenbeiträge vorweisen kann, könnte durch freiwillige Beiträge einen Rentenanspruch erwerben.

Selbstständige (Rentenanspruch erwerben)

Ähnliches gilt für Selbständige, die entweder nie oder nur kurzfristig angestellt gearbeitet haben. Sie könnten sich durch freiwillige Beiträge eine Altersrente sichern.

„Besonders sinnvoll kann das sein, wenn Selbstständige auch mal kurzfristig versicherungspflichtig gearbeitet haben, oder aus Lehre oder Fachschule Anrechnungszeiten erworben haben.“, betont Voss.

Frührentner (früher in Rente durch freiwillige Beiträge)

Wer von der Regelung zur sogenannten Rente mit 63 profitieren möchte, sollte prüfen lassen, ob bzw. wann durch die Zahlung freiwilliger Beiträge die Wartezeit erfüllt werden könnte. Zur Wartezeit von 45 Jahren zählen unter bestimmten Voraussetzungen auch freiwillige Beiträge. Allerdings ist eine Reihe von Bedingungen zu erfüllen. Deswegen sollten sich Betroffene unbedingt vorher von einem unabhängigen Rentenberater beraten lassen.

Rentner („Flexi-Rente“ - höhere Rente, auch wenn schon Rente gezahlt wird)

Auch wer schon eine vorgezogene Altersrente bezieht, kann durch freiwillige Zahlungen die Höhe der späteren Rente beeinflussen. Bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze können freiwillige Beträge eingezahlt werden. Das ist durch die Bestimmungen bei der „Flexi-Rente“ möglich.

Einerseits besteht die Möglichkeit durch Einzahlungen Abschläge auszugleichen, andererseits durch Zahlung freiwilliger Beiträge die spätere Rente zu erhöhen. Das gilt aber eigentlich nur für vorgezogene Altersrenten, also bis zur Regelaltersgrenze.

„Aber auch nach Erreichen des ‚regulären‘ Rentenalters, kann man freiwillige Zahlungen leisten.“, sagt die Präsidentin des Bundesverbandes der Rentenberater.

Dazu muss dann eine Teilrente beantragt werden - das könnten auch 99 % sein. „Dann wären freiwillige Beiträge möglich, was allerdings die Wenigsten wissen.“, erklärt Voss. „Wichtig ist, das von Experten prüfen zu lassen.“

Beratung dringend empfohlen!

Freiwillige Beiträge sind nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich und sinnvoll. Der Bundesverband der Rentenberater e.V. fordert seit langem, diese Regelung zu lockern und z.B. auch für Pflichtversicherte die Zahlung freiwilliger Beiträge zuzulassen.

Um sicherzustellen, dass die freiwilligen Zahlungen auch tatsächlich ihren Zweck erfüllen, nämlich einen Rentenanspruch zu erwerben oder die spätere Rente zu erhöhen, sollten sich Versicherte unbedingt beraten lassen.

Über die Homepage www.rentenberater.de finden Ratsuchende einen unabhängigen Rentenexperten in der Nähe.

Quelle: PM vom 15.03.2021, Bundesverband der Rentenberater e. V.

Erneut ein Erfolg für den Verbraucherschutz: BGH untersagt die Vereinbarung eines Erfolgshonorars für Versicherungsberater

Der Bundesgerichtshof stellt mit seinem Urteil (AZ: I ZR 19/19) vom 02.10.2019 u.a. klar:

Für Versicherungsberater gilt ein Verbot der Vereinbarung eines Erfolgshonorars nach § 49b Abs. 2 Satz 1 BRAO.

Nach § 4 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 RDGEG ist - unter anderem - registrierten Erlaubnisinhabern die Vereinbarung eines Erfolgshonorars im Sinne von § 49b Abs. 2 BRAO verboten. Danach sind Vereinbarungen unzulässig, durch die eine Vergütung oder ihre Höhe vom Ausgang
der Sache oder vom Erfolg der Tätigkeit des registrierten Erlaubnisinhabers abhängig gemacht wird oder nach denen der registrierte Erlaubnisinhaber einen Teil des erstrittenen Betrages als Honorar erhält (vgl. § 49b Abs. 2 BRAO). Das Verbot der Vereinbarung von Erfolgshonoraren soll die Unabhängigkeit des registrierten Erlaubnisinhabers gewährleisten und die Mandanten des registrierten Erlaubnisinhabers schützen.

BGH, Urteil vom 2. Oktober 2019 - I ZR 19/19

Stiftung Warentest testet die Beratung durch die Gesetzliche Rentenversicherung: "Rentenberatung mit großen Mängeln"

Die Stiftung Warentest prüfte die Qualität der Rentenberatung durch die Beratungsstellen der Gesetzlichen Rentenversicherung. 80 geschulte Tester haben sich im Zeitraum Januar  bis Juli 2019 bundesweit von der DRV umfassend zur Altersvorsorge beraten lassen. Stiftung Warentest prüfte, ob der Berater der DRV nach bestehenden Anwart­schaften aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Renten­versicherung fragte, ob er den Versicherungs­verlauf und etwaige Fehl­zeiten thematisierte, auf die mögliche Rentenhöhe einging und Vorschläge zum Ausbau der persönlichen Alters­vorsorge machte. Außerdem wurde bewertet, wie gut der Berater auf das vorgetragene Beratungs­anliegen einging. Die Tester sollen ihr späteres Gesamt­renten­einkommen schätzen können und Auskünfte erhalten, wie sie für ihr Alter vorsorgen können. Sie brachten alle relevanten Unterlagen wie Renten­informationen und Stand­mitteilungen über private oder betriebliche Anwart­schaften zum Gespräch mit.

Ergebnis: Die Termin­ver­einbarung war teil­weise schwierig. Die Information und Prüfung der gesetzlichen Rente war befriedigend. Wege aus einer eventuellen Rentenlücke zeigten die Berater kaum. Die Ermitt­lung der gesamten Alters­einkünfte, ein Rat zum Ausbau der Alters­vorsorge war "fast immer ein Reinfall". Über alle Prüf­punkte hinweg gab es teilweise deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Renten­versicherungs­trägern. Stiftung Warentest: "Bei der Beratung durch die Renten­versicherung gibt es viel Luft nach oben …"

Quelle: Stiftung Warentest 17.09.2019

Erfolg für den Verbraucherschutz: Verbot der Vereinbarung eines Erfolgshonorars für Versicherungsberater

Die Beratungen in der Kanzlei ALBERS werden seit Beginn der Berufsausübung nach Stundensätzen bzw. RVG abgerechnet.

Unser Bundesverband der Versicherungsberater (BVVB e.V.) lehnt seit Jahren "eine erfolgsabhängige Beratung ab, bei der eine Vergütung beispielsweise in Abhängigkeit von einer Versicherungsprämienersparnis vereinbart wird. Dies führt in der Praxis erfahrungsgemäß nicht selten dazu, dass ähnlich wie in der provisionsabhängigen Vermittlung die wirtschaftlichen Interessen des Beraters/Vermittlers ein objektives Ergebnis im Sinne des Mandanten negativ beeinflussen."

Der Bundesgerichtshof stellt mit seinem Urteil (AZ: I ZR 67/18) vom 06.06.2019 u.a. klar:

Für Versicherungsberater gilt ein Verbot der Vereinbarung eines Erfolgshonorars nach § 49b Abs. 2 Satz 1 BRAO.

Das Verbot der Vereinbarung eines Erfolgshonorars (§ 49b Abs. 2 Satz 1 BRAO) aus § 4 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 RDGEG gilt für Versicherungsberater unabhängig davon, ob sie bereits Inhaber einer Erlaubnis nach Art. 1 § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 RBerG waren oder erstmals eine Erlaubnis nach § 34e Abs. 1 GewO aF (§ 34d Abs. 2 GewO nF) erhalten haben.

Ein Versicherungsberater darf wegen des Verbots der Vereinbarung eines Erfolgshonorars keinen Versicherungsmaklervertrag im Zusammenhang mit einem Tarifwechsel in der privaten Krankenversicherung abschließen, weil ein Versicherungsmaklervertrag den Vergütungsanspruch an den Erfolg der Vermittlungsmaklerleistung anknüpft (Fortführung von BGH, Urteil vom 28. Juni 2018 - I ZR 77/17, VersR 2018, 1383)

BGH, Urteil vom 6. Juni 2019 - I ZR 67/18

Neuregelung der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) führt zur Beitragsersparnis für Rentner

Mit 70 Jahren von der Privaten zurück in die Gesetzliche? Für viele Rentner könnte dieser Wunschtraum zur Wirklichkeit werden, falls sie selbst aktiv werden.

Viele PKV-Versicherte und Freiwillig Versicherte können im Rentenalter in der Gesetzlichen Beiträge sparen!Eine Neuregelung der "Krankenversicherung der Rentner" (KVdR) führt häufig zu günstigen Beiträgen (nur noch) auf die Rente und Betriebsrente. Profitieren auch Sie von diesem Vorteil!

Seit dem 01.08.2017 werden für jedes Kind pauschal 3 Jahre wie eine Vorversicherungszeit berücksichtigt. Auch langjährige Rentner, die wegen fehlender Vorversicherungszeiten nicht Pflichtmitglied der "KVdR" innerhalb der gesetzlichen Krankenkasse wurden, können durch die Anrechnung der drei Jahre für jedes Kind von der Neuregelung profitieren. Das betrifft sowohl PKV-Versicherte mit im Alter teilweise hohen Beiträgen und freiwillige Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen mit Einkünften über die Rente und Betriebsrente hinaus.

Wichtig: Die Krankenkassen prüfen die Versicherungspflicht unter den neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen nur auf Antrag! Waren bei Rentenantragstellung die Vorversicherungszeiten in der GKV nicht erreicht und liegt "Elterneigenschaft" vor, so drängt sich eine Überprüfung auf!

Unsere Empfehlung: Wir prüfen, ob auch Sie von dieser Neuregelung der Versicherungspflicht profitieren und viele Jahre Beiträge einsparen können. Lassen Sie sich von uns unabhängig beraten!

Lebensversicherungs-Reformgesetz 2014 (LVRG): Auszahlungen an Versicherte werden gekürzt - Verträge prüfen lassen!

Am 04.06.2014 hat das Bundeskabinett den Regierungsentwurf für ein Gesetz zur Absicherung stabiler und fairer Leistungen für Lebensversicherte (Lebensversicherungs-Reformgesetz – LVRG) beschlossen. Der Bundesrat hat am 11.07.2014 zugestimmt. Nun hat auch Bundespräsident Joachim Gauck das umstrittene Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) am 06.08.14 unterzeichnet. Somit treten wichtige Teile des LVRG, bspw. die Kürzung der Bewertungsreserven, am 07.08.14 in Kraft. 

Wichtige Änderung für bestehende Lebens- und private Rentenversicherungen:

§ 56a VAG Überschussbeteiligung

(3) Bewertungsreserven aus direkt oder indirekt vom Versicherungsunternehmen gehaltenen festverzinslichen Anlagen und Zinsabsicherungsgeschäften sind bei der Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven gemäß § 153 des Versicherungsvertragsgesetzes nur insoweit zu berücksichtigen, als sie einen etwaigen Sicherungsbedarf aus den Versicherungsverträgen mit Zinsgarantie gemäß Absatz 4 überschreiten.

Das bedeutet, dass die Beteiligung an den Bewertungsreserven gekündigter oder auslaufender Lebens- und Rentenversicherungen niedriger ausfallen können.

Wir prüfen und berechnen Ihre bestehenden Verträge und beraten Sie, ob die Weiterführung, die Beitragsfreistelllung oder der Rückkauf der Lebens- und Rentenversicherungen für Sie vorteilhaft ist.

BGH zum Rückkaufswert von bis Ende 2007 abgeschlossenen Lebensversicherungen (Urteil vom 11.09.2013 - IV ZR 17/13)

Für die Berechnung des Rückkaufswerts von allen bis Ende 2007 geschlossenen Verträge gilt bei vorzeitiger Kündigung: Der vereinbarte Betrag der beitragsfreien Versicherungssumme und des Rückkaufswerts darf einen Mindestbetrag nicht unterschreiten, der durch die Hälfte des mit den Rechnungsgrundlagen der Prämienkalkulation berechneten ungezillmerten Deckungskapitals bestimmt wird. Die Klauseln über die Berechnung des Rückkaufswerts und die Verrechnung der Abschlusskosten sind wegen unangemessener Benachteiligung des Versicherungsnehmers unwirksam.

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Berechnung des Rückkaufswerts von bis Ende 2007 geschlossenen Lebensversicherungsverträgen nach erfolgter Kündigung

Der für das Versicherungsvertragsrecht zuständige IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat mit den zwei Urteilen vom 11.09.2013 über die Berechnung des Rückkaufswerts von Lebensversicherungen nach erfolgter Kündigung entschieden.

In den zur Beurteilung anstehenden Fällen schlossen die klagenden Versicherungsnehmer jeweils im Jahr 2004 Lebensversicherungsverträge, die sie 2009 kündigten. Die beklagten Versicherer rechneten den von ihnen auf der Grundlage der vereinbarten Allgemeinen Versicherungsbedingungen ermittelten Rückkaufswert ab und zahlten diesen aus. Die Kläger verlangen eine höhere Zahlung und berufen sich darauf, dass der Bundesgerichtshof mit seinem Urteil vom 25. Juli 2012 (IV ZR 201/10, BGHZ 194, 208; Pressemitteilung Nr. 122/12) Klauseln, die vorsehen, dass die Abschlusskosten im Wege des so genannten Zillmerverfahrens mit den ersten Beiträgen des Versicherungsnehmers verrechnet werden, wegen unangemessener Benachteiligung des Versicherungsnehmers für unwirksam erachtet hat. Um derartige Klauseln handelt es sich auch in den hier zu beurteilenden Fällen.

Der Bundesgerichtshof hatte in seiner Entscheidung vom 25. Juli 2012 nicht zu beurteilen, welche Rechtsfolgen sich aus der materiellen Unwirksamkeit dieser Klauseln für die Berechnung des Rückkaufswerts bei vorzeitiger Kündigung ergeben. Diese Frage hat er nunmehr entschieden. Danach ist die Vertragslücke, die durch die Unwirksamkeit der Klauseln über die Berechnung des Rückkaufswerts und der Verrechnung der Abschlusskosten entsteht, im Wege ergänzender Vertragsauslegung dahin zu schließen, dass dem Versicherungsnehmer für den Fall der vorzeitigen Vertragsbeendigung zunächst die versprochene Leistung zusteht. Der vereinbarte Betrag der beitragsfreien Versicherungssumme und des Rückkaufswerts darf aber einen Mindestbetrag nicht unterschreiten, der durch die Hälfte des mit den Rechnungsgrundlagen der Prämienkalkulation berechneten ungezillmerten Deckungskapitals bestimmt wird. Der Bundesgerichtshof hat insoweit seine Rechtsprechung zur Berechnung des Rückkaufswerts bei wegen Intransparenz unwirksamen Klauseln aus der Tarifgeneration 1994 – 2001 (Urteil vom 12. Oktober 2005 – IV ZR 162/03, BGHZ 164, 297) fortgeführt und auch auf die Berechnung des Rückkaufswerts von bis Ende 2007 geschlossenen Verträgen erstreckt, bei denen die Klauseln über die Berechnung des Rückkaufswerts und die Verrechnung der Abschlusskosten wegen unangemessener Benachteiligung des Versicherungsnehmers unwirksam sind. Damit werden bei der Berechnung des Rückkaufswerts alle bis Ende 2007 geschlossenen Verträge, denen die genannten unwirksamen Klauseln zugrunde lagen, nach denselben Grundsätzen behandelt.

Erst bei ab 2008 geschlossenen Verträgen ist für die Berechnung des Rückkaufswerts die Regelung des § 169 Abs. 3 Satz 1 VVG maßgeblich. Eine rückwirkende Anwendung der Vorschrift auf vor dem 1. Januar 2008 geschlossene Verträge kommt demgegenüber ausweislich des gesetzgeberischen Willens nicht in Betracht.

§ 169 Versicherungsvertragsgesetz (VVG)

(3) Der Rückkaufswert ist das nach anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik mit den Rechnungsgrundlagen der Prämienkalkulation zum Schluss der laufenden Versicherungsperiode berechnete Deckungskapital der Versicherung, bei einer Kündigung des Versicherungsverhältnisses jedoch mindestens der Betrag des Deckungskapitals, das sich bei gleichmäßiger Verteilung der angesetzten Abschluss- und Vertriebskosten auf die ersten fünf Vertragsjahre ergibt; …

Urteil vom 11. September 2013 - IV ZR 17/13

LG Köln – Urteil vom 23. Mai 2012 – 26 O 105/11

OLG Köln – Urteil vom 21. Dezember 2012 – 20 U 133/12

Urteil vom 11. September 2013 - IV ZR 114/13

AG Köln vom 31. Januar 2012 – 124 C 484/11

LG Köln vom 13. Februar 2013 – 26 S 8/12

Quelle: Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs Nr. 147/2013 vom 11.09.2013

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